Mittwoch, 30. November 2011

Cusco

Unsere Zeit in Cusco ist bald schon vorbei. Hier noch ein paar Eindrücke aus Cusco und Umgebung der letzten Wochen.


Quartiere in Cusco

Beim Panflötenunterricht, war lustig!


Leider hat es in Peru viele streunende Hunde, viele davon hinken dazu... :(
Vor ein paar Tagen sah ich zwei Hunde, die waren aneinander gefilzt, konnten sich nur gemeinsam bewegen

Bei ihr kauften wir jeweils "tamales" für 1 Soles. Das ist sowas ähnliches wie harter Maisbrei. Schmeckt gut :)


Nationalgetränk Nr. 1 der Peruaner: Inka Cola (ziemlich süss)

Vor allem in den Dörfern auf dem Land wird dies als Taxi genutzt

Montag, 28. November 2011

Sacred Valley - Das heilige Tal

Am Sonntag gingen wir auf ins Sacred Valley (Das heilige Tal der Inkas). Dieses Tal wird so genannt, weil es aussergewöhnlich fruchtbar ist und so die Lebensqualität für die Inkas sehr gut war. Das Tal beginnt ca. 15 km nördlich von Cusco. 
Mit dem Bus fuhren wir zuerst nach Pisac. Dabei überquerten wir einen Pass von rund 4000m. Der Sonntagsmarkt von Pisac ist sehr belebt, sei es von Einheimischen oder Touristen. Diesmal habe ich aber (fast) nichts gekauft ;) 
Nachdem Markt ging es weiter rauf zur alten Inka-Festung und den Terrassen. Von hier aus überblickten wir das Urubamba-Tal. 
Danach ging es weiter Richtung Urubamba, wo mir zu Mittag assen. Es gab ein Sandwich mit Chicken, wobei im Burger ein halbes Poulet lag, en Guete ;) Ansonsten gibt es dort nicht viel anzusehen. Typisches Dorf halt...
Nach dem Mittagessen fuhren wir rund 90 min weiter nach Ollantaytambo, wo sich weitere Inkaruinen befanden. Das Treppensteigen und Hochlaufen ist immer noch sehr anstrengend, doch haben wir mittlerweile grosse Übung darin :)
Diese Ruinen dienten damals u.a. als Festung gegen die Spanier. Diese schafften es nicht, auf die Festung hinaufzuklettern und wurden durch die Inkas zum Rückzug gezwungen. 
Unser letzter Stopp war in Chinchero, ein typisches Andendorf. Zuerst besuchten wir dort eine traditionelle Textilverarbeitung. Es wurde uns gezeigt, wie aus normaler Lama-oder Alpacawolle bunte Wolle zur Verarbeitung der Textilien hergestellt wurden (mit natürlichen Farben!). 
Und auch hier befanden sich nochmals alte Inkaterrassen und -ruinen. 
Zum Schluss gönnten wir uns noch einen gekochten Mais, den es hier und auch in Cusco an jeder Ecke zu kaufen gibt.


 Markt bei Pisac

 Ruinen bei Pisac


 Findet das Gesicht (oder mehrere??)

 Einheimische beim Vorführen der Textilverarbeitung

Samstag, 26. November 2011

Sacsayhuamán

Diese gewaltige Ruine von religiöser und auch militärischer Bedeutung liegt "gleich" oberhalb von Cusco. Der lange Quechua-Name bedeutet zufriedener Falke. Den Namen kann man sich gut merken, hört er sich ein wenig wie "sexy woman" an. Als wir endlich oben bei den Ruinen ankamen, begann es sehr stark zu winden (als wir in unserem Apartment ankamen, hatte genau jener Wind mehrere Scheiben zerklirren lassen). 
Das Gelände ist relativ weitläufig. So blieben wir trotz Wind einige Zeit da oben. Die Spanier haben vor allem die grossen Steine stehen lassen. 
Heute wird in der Mitte auf dem flachen Paradeplatz einmal im Jahr ein grosses Volksfest gefeiert, Inti Raymi.

Herrliche Aussicht auf Cusco



Donnerstag, 24. November 2011

Manu

Am letzten Wochenende gingen wir auf eine 4 Tagestour in den Regenwald im Manu Gebiet. Um fünf Uhr morgens ging es wieder los hinauf in die Hochgebiergsregion der Anden auf 4000m. Wir besuchten einen prä-Inka Friedhof, wo viele kleine "Hüttchen" als Friedhof für die Reicheren dienten. Danach ging es wieder hinab richtung Nebelwald mit seiner üppigen und sehr grünen Vegetation bis hin zum Tiefland-Regenwald am Rio Madre de Dios. Wir konnten bereits am ersten Tag ein kleines Äffchen entdeckten und von einer Vogelplatform aus sahen wir viele Gallitos de las Rocas. Danach ging es weiter zu unseren ersten Lodge in Pilcopata (600 m.ü.M.), die aus Holz und Moskitonetzen bestand. Natürlich kein warmes Wasser. Alles sehr rustikal :)

Am nächsten Tag standen wir gegen sechs Uhr auf (ich konnte eh nicht richtig schlafen und um fünf wird es sowieso hell) und fuhren mit dem Bus nach Atalaya. Dort mussten wir auf ein 14m Kanu umsteigen (motorisiert zum guten Glück *gg*), denn ab Atalaya konnten wir nur noch auf dem Fluss Rio Alto Madre de Dios fahren, keine Strassen mehr :)
Nach rund 40 Minuten abenteuerlicher Fahrt erreichten wir unsere nächste Lodge, die irgendwo im Regenwald lag. Kein Strom, kein Handyempfang, Holzhütte mit Moskitonetzen. Ja, wir sind im Dschungel angekommen :) Das Wetter änderte sich am Nachmittag schlagartig, es kam sehr viel Regen, auch in der Nacht, und so wurde das eine oder andere abgesagt... Trotzdem unternahmen wir gegen Abend in Gummistiefel die eine kleine Wanderung, wo wir viele Insekten, Frösche und Pilze zu sehen bekamen, die bunten Sachen blieben leider aus :(
In der Dämmerung warteten wir auf Kaimane am Fluss, doch ich entdeckte keine Alligatoren.

Am dritten Tag hatten wir etwas mehr Glück. Nach dem Morgenessen ging es auf eine vierstündige Wanderung. Und am Schluss sahen wir doch wieder eine kleine Äffchen-Gruppe :) Am Nachmittag besuchten wir den Machuwasi See, ein Gebiet indem viele Vögel leben. Super!! Die ruhige Flossfahrt auf jenem See und die Vogelbeobachtung war echt Spitze.

Am letzten Tag gingen wir um fünf Uhr nochmals an eine Vogelbeobachtungsstation (Papageien), welche an den Fluss und Fels kommen um die mineralhaltige Erde zu essen, welche sie für die Verdauung benötigen. Leider waren diese Papageien auch mit dem Feldstecher nur als Punkte zu erkenne, schade :(( Danach ging es zurück Richtung Cusco. Die Fahrt wurde mehrmals unterbrochen, sei es durch Erdrutsche oder gesperrte Strasse. Unser Fahrer war richtig ein Peruaner, das heisst ich war froh am Ziel ganz angekommen zu sein :)

FAZIT: viele neue Pilze, zwei Affensorten, viele neue Vögel (leider nur wenige Bunte), viele neue grüne!! Pflanzen (wo bleiben auch hier die Farben??), ein paar Schmetterlinge, eine kaputte Hose, zwei Mückenstiche, viel verschwitze und dreckige Sachen


Prä-Inka Friedhof



Gallitos de las Rocas


Mit dieser lustigen Pflanze kann man sich sehr gut selber einen Papageienschnabel machen

Rio Alto Madre de Dios


Unser tolles Fortbewegungsmittel, die Flussfahrten waren immer lustig




Wollaffe, yuppi und ich habe ihn entdeckt ;)


Man sieht diese Papageien einfach kaum ;)

Erdrutsch: nach hartnäckigen Verhandlungen konnte unser Guide den Preis zum Passieren von 45 auf 20 Soles runterdrücken, dafür hatten wir jedoch einen Passagier mehr mitzunehmen :D

Sonntag, 20. November 2011

Hogar Buen Pastor - Talentshow

Am Donnerstag war die von den Mädchen lang ersehnte Talentshow angesagt. Die Heimleitung gibt sich sehr mühe, es den Mädchen so freudvoll wie möglich zu machen. Es gab verschiedene Kategorien, wie Tanzen oder Singen, bei denen man sich beweisen konnten. Für uns nicht-Peruaner war es sehr spannend, da viele Volkstänze vorgeführt wurden. Auch tragten viele chicas die farbigen und traditionellen Trachten, super cool :)
Wir haben vor allem Fotos geschossen, welche wir entwickeln werden, um danach mit den Kindern eine Collage zu machen. Sie freuen sich jetzt schon darauf!
Am Freitagnachmittag gingen wir mit den Kindern in die Hauseigene Töpferei/Malerei. Sie können hier Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und lernen schon früh das Handwerk der Töpferei und Malerei. Die tollen Endprodukte werden dann verkauft, um Geld zusammen zubringen. Echt super Sache! Das ist gar nicht so einfach. Ich brauche leider noch viel Übung... ;)





Rosa ist mit ihren 9 Jahren die Jüngste



Donnerstag, 17. November 2011

Hogar Buen Pastor

Nachdem an unserem ersten "Arbeitstag" niemand da war, der uns empfing, versuchten wir es Dienstags nochmals. In Südamerika läuft es halt nicht so pünktlich ;)
Und voilà, es klappte. Buen Pastor ist ein staatliches Projekt, ein Waisenhaus und Kinderheim, welches Mädchen im Alter von rund 9 - 17 beherbergt, rund 40 Mädchen. So wie wir das verstanden haben, wird dieses Projekt auch von WorldVision und Caritas unterstützt.
Wir wurden nicht wirklich eingeführt und gleich in einen Raum voller chicas gesteckt, welche uns sehr herzlich empfingen, umarmten und einfach nur Freude hatten, dass jemand da war. Einen "Arbeitsplan" gibt es nicht, Peru bzw. Südamerika halt... ;) Man gewöhnt sich schon recht gut daran.
Ich versuchte mich mit meinen wenigen Spanisch-Kenntnissen herumzuschlagen, doch das ist gar nicht so einfach :). Wir spielten und bastelten Sachen für ein Fest / Talentshow der Mädchen in dieser Woche. Auch wollten die Mädchen unbedingt mit uns Fotos machen, richtig süss.
Danach "durften" wir noch mit den Kindern Abendessen und da es irgendwie ein katholisches Waisenhaus ist, wird vor und nach dem Essen gebetet. "Amen" habe ich dann auch wieder verstanden :)
Nach dem Abendessen wird wieder gespielt, bei den Hausaufgaben geholfen oder ein wenig Englisch unterrichtet.

Allgemein geht es den Mädchen dort relativ gut im Vergleich zu anderen Projekten.


Das Gelände von Buen Pastor



Die Vorlauteste von allen: Angelica

Montag, 14. November 2011

Machu Picchu

Am Samstag Morgen ging es um fünf Uhr los Richtung Machu Picchu. Nach der fast vier-stündigen Zugfahrt durch die Anden, Berglandschaft, Dschungel und vorbei an kleinen Dörfern erreichten wir Aguas Calientes, die Ortschaft vor Machu Picchu. Am Nachmittag gingen wir auf eine kleine Wanderung durch den Regenwald zum Wasserfall Mandor. Endlich war die Luft wieder rein und nicht voller Staub und Abgas wie in Cusco.
Am nächsten Morgen standen wir wieder um fünf auf, damit wir mit dem ersten Bus um sechs auf den Machu Picchu gehen konnten. Die Busfahrt von rund 30 Minuten war sehr kurvenreich und auch hier wiederum nicht immer ungefährlich ;) doch das scheint in Peru üblich zu sein.
Einlass in die alte Inkastadt; und erst einmal WOW. Es ist wirklich unglaublich wie gut die Ruinen noch erhalten bzw. restauriert worden sind und das ganze weitläufige Gelände mystisch wirkt. Wir sind froh, dass wir schon so früh drin waren, den gegen den Mittag wurde es richtig voll. Kein Wunder, es ist eine der bekanntesten archäologischen Stätte des Kontinents. Machu Piccu bedeutet "Alter Gipfel" und ist eigentlich der Gipfel neben der Ruinenstadt und nicht die Stätte selbst. Diese wurde erst von 100 Jahren entdeckt.


Übrigens wurden auch wir noch ein super Fotosujet. Da wir beide blond und hellhäutig sind, wurden wir mehrmals von Peruaner/innen angefragt mit auf ein Foto zu kommen. War doch noch recht amüsant, am Schluss wollten wir jeweils Geld dafür ;))
Typisches kleines Dörfchen

Kleine Wanderung durch den Regenwald
 Wasserfall Mandor

Lamas laufen frei auf dem Gelände der alten Inka-Stätte herum

 


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Inka Stätte mit Wayna Picchu (zu dt. "Junger Gipfel")