Am letzten Wochenende gingen wir auf eine 4 Tagestour in den Regenwald im Manu Gebiet. Um fünf Uhr morgens ging es wieder los hinauf in die Hochgebiergsregion der Anden auf 4000m. Wir besuchten einen prä-Inka Friedhof, wo viele kleine "Hüttchen" als Friedhof für die Reicheren dienten. Danach ging es wieder hinab richtung Nebelwald mit seiner üppigen und sehr grünen Vegetation bis hin zum Tiefland-Regenwald am Rio Madre de Dios. Wir konnten bereits am ersten Tag ein kleines Äffchen entdeckten und von einer Vogelplatform aus sahen wir viele Gallitos de las Rocas. Danach ging es weiter zu unseren ersten Lodge in Pilcopata (600 m.ü.M.), die aus Holz und Moskitonetzen bestand. Natürlich kein warmes Wasser. Alles sehr rustikal :)
Am nächsten Tag standen wir gegen sechs Uhr auf (ich konnte eh nicht richtig schlafen und um fünf wird es sowieso hell) und fuhren mit dem Bus nach Atalaya. Dort mussten wir auf ein 14m Kanu umsteigen (motorisiert zum guten Glück *gg*), denn ab Atalaya konnten wir nur noch auf dem Fluss Rio Alto Madre de Dios fahren, keine Strassen mehr :)
Nach rund 40 Minuten abenteuerlicher Fahrt erreichten wir unsere nächste Lodge, die irgendwo im Regenwald lag. Kein Strom, kein Handyempfang, Holzhütte mit Moskitonetzen. Ja, wir sind im Dschungel angekommen :) Das Wetter änderte sich am Nachmittag schlagartig, es kam sehr viel Regen, auch in der Nacht, und so wurde das eine oder andere abgesagt... Trotzdem unternahmen wir gegen Abend in Gummistiefel die eine kleine Wanderung, wo wir viele Insekten, Frösche und Pilze zu sehen bekamen, die bunten Sachen blieben leider aus :(
In der Dämmerung warteten wir auf Kaimane am Fluss, doch ich entdeckte keine Alligatoren.
Am dritten Tag hatten wir etwas mehr Glück. Nach dem Morgenessen ging es auf eine vierstündige Wanderung. Und am Schluss sahen wir doch wieder eine kleine Äffchen-Gruppe :) Am Nachmittag besuchten wir den Machuwasi See, ein Gebiet indem viele Vögel leben. Super!! Die ruhige Flossfahrt auf jenem See und die Vogelbeobachtung war echt Spitze.
Am letzten Tag gingen wir um fünf Uhr nochmals an eine Vogelbeobachtungsstation (Papageien), welche an den Fluss und Fels kommen um die mineralhaltige Erde zu essen, welche sie für die Verdauung benötigen. Leider waren diese Papageien auch mit dem Feldstecher nur als Punkte zu erkenne, schade :(( Danach ging es zurück Richtung Cusco. Die Fahrt wurde mehrmals unterbrochen, sei es durch Erdrutsche oder gesperrte Strasse. Unser Fahrer war richtig ein Peruaner, das heisst ich war froh am Ziel ganz angekommen zu sein :)
FAZIT: viele neue Pilze, zwei Affensorten, viele neue Vögel (leider nur wenige Bunte), viele neue grüne!! Pflanzen (wo bleiben auch hier die Farben??), ein paar Schmetterlinge, eine kaputte Hose, zwei Mückenstiche, viel verschwitze und dreckige Sachen

Prä-Inka Friedhof
Gallitos de las Rocas
Mit dieser lustigen Pflanze kann man sich sehr gut selber einen Papageienschnabel machen
Rio Alto Madre de Dios
Unser tolles Fortbewegungsmittel, die Flussfahrten waren immer lustig
Wollaffe, yuppi und ich habe ihn entdeckt ;)
Man sieht diese Papageien einfach kaum ;)
Erdrutsch: nach hartnäckigen Verhandlungen konnte unser Guide den Preis zum Passieren von 45 auf 20 Soles runterdrücken, dafür hatten wir jedoch einen Passagier mehr mitzunehmen :D